zurueck aus der wueste und ein resume

Freitag, 31. Oktober 2008




hallo ihr lieben,

wir sind gerade aus der wueste thar von einer kamelsafari zurueckgekommen. aber erst einmal der reihe nach:

nachdem Isabel wieder bei Kraeften war, haben wir uns gleich fuer einen kochkurs in udaipur angemelet. der fand bei der frau vom hotelbesitzer zu hause statt und war sehr sehr geil. wir konnten uns verschiedene gerichte aussuchen, die wir lernen wollten und dann gings los. 3 stunden lang indisches essen und vor allem indisches wuerzen kennenlernen und hinterher wurde gespeist wie bei den koenigen. in der ganzen langen zeit von bereits 3,5 wochen haben wir nicht so lecker gegessen, wie an dem tag.
unser ursprungsplan, uns das fest diwali noch in udaipur anzugucken wurde durchkreuzt, weil wir dann gar nicht mehr weggekommen waeren und so mussten wir schon am dienstag mittag den bus nach jodhpur nehmen. nach einer sehr langen, aber komfortablen busreise sind wir abends in einem schoenen hotel angekommen und haben uns beim abendbrot auf dem rooftop das feuerwerk angesehen. diwali ist so etwas wie silvester, das neue jahr im hindukalender hat angefangen und die feierei ging 3 tage lang, einen religioesen hintergrund hatte der spass auch noch, aber das haben wir nicht so ganz verstanden.
am mittwoch dann haben wir uns dann auf den weg gemacht, das fort von jodhpur zu besichtigen. auif dem weg dorthin trafen wir einen sehr netten 18jaehrigen amerikaner, mit dem wir dann zusammen das riesige gelaende erkundeten und auch hinterher beim lunch waren. falls wir jemals nach new york fahren sollten, haben wir da jetzt auch schon eine anlaufstelle.
da der tag ein ferientag war, haben wir sonst nicht weiter viel erlebt, aber wir haben uns fuer die kamelsafari am naechsten tag mit uebernachtung in der wueste entschieden.
nachdem wir noch in ziemlicher hektik den indien-reisefuehrer bei der post nach hause geschickt haben, ging es dann also ab in die wueste.
wir wurden von einem auto 1,5 stunden dorthingefahren, wobei wir noch einen kleinen zwischenstopp in einem sehr schoenen garten mit affen hatten. nach der sehr langen autofahrt fuhr der fahrer irgendwann rechts ran und da standen ein mann und ein junge und 2 kamele, die nur noch auf uns warteten. wir ritten ca. 1,5 stunden zu dem haus des kamelmannes quer durch die wueste, wo uns ein haufen kiner gleich in beschlagnahm. wir bekamen ein indisches mittagessen und nach einer verschnaufpause ging es abends zu einer grossen duene, von wo aus wir den sonnenuntergang bestaunt haben. wieder zurueck bei der huette (es gab kein richtiges dorf, nur ein paar huetten) gab es auch schon wieder abendbrot. es war alles sehr spartanisch, kein fliessendes wasser, kein klo, keine elektrizitaet und das abendessen demnach auch in voelliger dunkelheit.
zur uebernachtung fuehrte uns der maelmann diesmal zu fuss 10 minuten von seiner huette weg in die duenen, wo wir ein lager aufschlugen. wir bekamen eine decke als unterlage zum schlafen und eine zum zudecken. die sehr viel waermere decke haben wir leider als kopfkissen interpretiert und so wurde die nacht ziemlich kalt. noch dazu wurden wir mehrmals von schwarzen kaefern attackiert, aber der sternenhimmel war es allemal wert.
voellig verschlafen bewunderten wir mit einem chai-tee am naechsten morgen den sonnenaufgang. nach einer langen wartezeit, in der die kinder hoffnungslos versuchten, mit uns zu spielen, wir aber noch voellig in den seilen hingen, ging es dann zum furehstueck und danach wieder in die wueste, duenen und doerfer gucken, diesmal aber auf einem wagen, damit unsere hintern nicht so leiden.
ein mittagessen gab es dann sogar auch noch und schon haben wir uns auch wieder von dem kamelmann und seiner familie verabschiedet und uns ins auto in richtung dusche gesetzt.

heute abend machen wir uns dann im nachtzug auf den weg nach delhi um dort am fruehen sonntag morgen unseren flieger zu bekommen.

da die zeit in indien nun schon gefuehlt vorbei ist (die 2 halben tage zaehlen nicht), ist hier wohl unn die zeit gekommen, ein kleines resume zu ziehen:

indien ist faszinierend. es ist bunt und dreckig, laut und anstrengend , aber auch einfach interessant, aufregend und abenteuerlich.
wir sahen papiertuetenfressende kuehe, drogenanbietende klopapierverkaeufer, wir lernten ueber alles und jeden zu verhandeln und etwas von der indischen gelassenheit, da hier nie, aber auch wirklich nie etwas in deinem tempo geschieht.

INDIEN IST GEIL!!!


aber jetzt gibt es neue sachen zu entdecken in einem voellig anderen land mit einer voellig anderen kultur. auf ins neue abenteuer,
wir sagen goodbye und auf wiedersehen,
Phil und Isa

Udaipur pur

Sonntag, 26. Oktober 2008














Willkommen liebe Leser zu einer neuen Ausgabe der indischen Abenteuer von Isa und Phil,

die letzten Tage in Pushkar waren noch sehr sehr entspannt. Wir haben viel gegammelt, gut gessen und uns regelmaessig den Sonnenuntergang angesehen. Leider mussten wir uns dann aber auch schon wieder von unserem tollen Freund Rav und seiner Frau Anna verabschieden, was schon ein Bisschen traurig war. Aber bestimmt werden wir sie irgendwann in unserem Leben wiedertreffen, sie haben uns sogar zu sich nach London eingeladen.
Weiter ging es dann mit der Bahn nach Udaipur. Die Fahrt war wirklich ziemlich angenehm, lange, aber nicht so anstrengend wie sonst. Anfangs sassen uns ein indischer Vater mit seiner 18jaehrigen Tochter gegenueber, mit denen wir uns dann auch gleich unterhalten haben. Leider konnten sie wirklich nur sehr sehr wenig Englisch und so gestaltete sich die Konversation als mittelmaessig problematisch. Es war aber hoechst interessant, etwas ueber das indische Leben zu erfahren, die Tochter hat 2 Geschwister und wird in einem Jahr heiraten. Im Moment wohnt sie mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf in der Naehe von Ajmer (wo wir umsteigen mussten). Weil sie uns so nett fand, hat sie uns ann auch gleich zu sich nach Hause eingeladen und hat auch gar nicht locker gelassen, als wir ihr mit Haenden und Fuessen versucht haben zu erklaeren, dass wir aber nunmal nach Udaipur muessen.
Angekommen sind wir sogar auch mal richtig puenktlich und ein Hotel hatten wir shcon von Pushkar aus reserviert, also lief alles wie geschmiert. Das Hotel ist sehr schoen und sauber und hat ein gutes Dachterassenrestaurant, wir haben also echt einen Glueckstreffer gelandet.
Am naechsten Morgen haben wir uns dann auch gleich aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Wir liefen durch viele schoene kleine verwinkelte Gassen, ueber Bruecken, vorbei an Laedchen und Restaurants. Die Stadt hat einen riesigen See, der ihr bestimmt einen ganz besonderen Touch geben wuerde, nur ist dieser total verdreckt. Vom Wasser sieht man leider nicht allzuviel. Dafuer gibt es ein Luxushotel mitten im See, was von Booten angefahren wird. Es it bestimmt das teuerste Hotel und Restaurant in ganz Indien.
Als es uns in der Mittagshitze zu heiss wurde, haben wir erstmal eine kleine Pause in einem Tempel gemacht. Der war echt verrueckt, die Aussenwaende waren ueber und ueber mit Figuren, den verschiedenen Gestalten Vishnus (glauben wir, es wird fuer nichts garantiert)verziert. Und dann gings weiter, weiter die Strassen entlang und weiter das schoene Udaipur bestaunt. Es ist wirklich wuenderbar hier, einfach die perfekte Mischung, es ist genauso ruhig und gelassen wie Pushkar, nur weniger touristisch und dadurch viel interessanter. Selbst Mick Jagger stattet der Stadt gerade einen Besuch ab.

Der Tag war wunderbar und wir haben abends auch ganz lecker in einem winzigen Restaurant gegessen, aber die Nacht wurde die Hoelle. Isabel hatte Schuettelfrost und bekam Fieber, was noch zu den Glieder-, Kopf und Halsschmerzen dazukam. Und weil in allen Broschueren steht, dass genau diese Symptome Anzeichen fuer Malaria sind, fuhren wir nach Absprache mit den Eltern am naechsten Morgen ins Krankenhaus, um einen Bluttest zu machen. Der weitere Tag verlief in Ungewissheit, Isabel war saft- und kraftlos und versuchte nur, den Tag zu ueberstehen, Philipp machte nachmittgas noch eine kleine Tour durch die Stadt. Um 18.00 dann fuhren wir wieder ins Krankenhaus, um das Ergebnis abzuholen. NEGATIV!!!! YEAH! Bloss eine bloede Grippe und wenn die ueberstanden ist, steht unserer Weiterreise nichts im Wege. Wir waren sehr sehr gluecklich und erleichtert. Auf der Strasse haben die Leute alle mitbekommen, wie dreckig es Isa geht und so fragen sie seit diesem Tag staendig nach ihrem Befinden, das ganze Viertel nimmt Anteil an dem Krankheitsverlauf. Der Tag gestern verlief aehnlich, Isabel im Bett und Philipp teilweise im Hotel und teilweise in der Stadt, viel kann man dazu nicht sagen. Das Fieber sank langsam, aber sicher und heute ist es sogar schon weg. Allerdings ist mal wieder der Durchfall dazugekommen, aber der wird auch noch besiegt.

Heute Abend werden wir uns beim Abendbrot den Film Octopussy angucken, da wohl eine Szene davon hier gedreht wurde und die Inder noch heute stolz darauf sind. Jedes zweite Restaurant zeigt den Film jeden Abend, immer und immer wieder.

Abenteuerliche Gruesse von den Abenteurern,
Phil und Isa

Namaste aus Pushkar

Montag, 20. Oktober 2008
Heyho ihr da draussen,

wir sind gut in pushkar angekommen und geniessen die "ruhe" ... (mit dem bus circa 4 std von jaipur). alleine die fahrt war wieder ein abendteuer. der busfahrer fuhr wie ein raudi und so hatte ich ein wenig angst um mein gepaeck was auf dem dach nur notduerftig gefestigt war. isa ging es an dem tag auch nciht so gut und noch dazu war es ein voellig ueberfuellter bus ohne ac. meine beine hatten noch weniger platz und so waren die 4 std gefuehlte 6 std. als wir dann ankamen ging auch alles ganz schnell...



cindy die bisher mit uns gereist war, sagte auf einmal... sie gehe in das hotel x ihrer freundin... ohne zu fragen ob wir zusammen dahin wollen. nein sie maschierte ohne uns los. nun war die nutzreisefreundschaft ja nicht mehr so wichtig. sie hatte ja jetzt jemand anderen.
also ohne verabschiedung ging es dnan los richtig stadtkern.
und wir fanden auch gleich an ganz nettes hotel was von 2 bruedern geleitet wird. die zimmer sind sauber... besonders dsa bad :) was fuer ein luxus!!

ansonsten ist die stadt sehr klein und sehr touristisch. besonders viele israelis kommen hier her... um billig urlaub zu machen, einzukaufen und legal drogen zu konsumieren.
wirkliche sehenswuerdigkeiten gibt es hier nciht. dafuer haben wir unseren freund aus delhi (rav) iwedergetroffen, diesesmal mit frau. heute abend gehen wir dann mit ihm einen netten abend verbringen.
ein anderes problem was wir im moment haben ist, das es kein geld mehr aus den automaten in pushkar gibt. und wir sind gerade knapp bei kasse. hoffentlich wird der bald wiederaufgefuellt... ansonsten muessen wir dollar tauschen... aber wir kriegen das schon hin.

jetzt gehen wir an das ostufer vom see und schauen wie jeden abend (5uhr bis 6 uhr) uns den wunderschoenen sonnenuntergang an.

viele gruesse bis dahin

isa und phil

don't worry, no hurry, chickencurry

Freitag, 17. Oktober 2008

hallo ihr lieben da draussen und drinnen und wo auch immer,

seit agra ist nun schon einige zeit vergangen und wie ihr euch vorstellen koennt, haben wir auch schon ganz schoen viel wieder erlebt.ihr koennt euch gar nicht vorstellen wieviel...
sonntag fuhren wir also nach mathura. die stadt ist einfach nur furchtbar. ueberall wird man angequatscht, vollgelabert und vor allem auch noch verfolgt. dann hat die stadt auch noch ueberhaupt nichts zu bieten, also verzogen wir uns abends in unser vierbettzimmer (mit cindy zusammen und sassen gemuetlich rum, jeder machte so sein zeug. cindy lag auf ihrem bett, stand aber auf einmal kaesebleich auf, voellig fertig mit der welt und meinte, sie haette einen herzanfall. sie hat uns schonmal erzaehlt, dass sie eine krankheit hat, bei der ihr herz anfaengt zu rasen, wenn sie kaffee, tee oder bier trinkt. an diesem tag hatte sie mehr pepsi getrunken als sonst, vielleicht lag es daran.
auf jeden fall rannte sie richtig verzweifelt ins bad, wusch sich das gesicht mit kaltem wasser ab, die ganze zeit mt der hand auf der brust und eroeffnete uns, dass sie wohl ins krankenhaus muesse. wir waren voellig ueberfordert mit der situation, rannten dann aber nach unten, um hilfe zu holen, einen krankenwagen oder irgendwas. tollerweise spricht in diesem bloeden kaff so gut wie niemand englisch nd so stossen wir nur auf taube ohren. wir entschieden, alle ihre sachen zusammenzupacken und auf die strasse zu gehen, um ein taxi zu kriegen. cindy wurde immer verzweifelter, sprach nur noch davon, dass sie sterben wuerde und dass sie in indien nun wirklich nicht ins krankenhaus wolle.
ein glueck kam uns dann noch der englisch-sprechende (und verstehende) hotelbesitzer entgegen, der dann einen krankenwagen organisierte. man kann aber nicht sagen, dass sich irgendwer der indischen beteiligten auch nur irgendwie beeilt haette. alles geschah gaaaanz gaaanz langsam. bis dann der wagen endlich da war und auch ein fahrer ist eine halbe ewigkeit vergangen, bei der wir hoellenaengste durchstehen mussten.
im krankenhaus massen sie ihren blutdruck, jedoch nur um festzustellen, dass sie eh keine medikamente dahatten und dass cindy nach agra ins krankenhaus muesse. cindy wollte eigentlich nach delhi, aber einen helikopter gab es erstaunlicherweise nicht und ein taxi haette 3 stunden gebraucht, in denen sie ihrer aussage nach, laengst gestorben waer.
also nicht delhi, sondern agra. super dass wir nur eigentlich mit der ganzen situation eigentlich gar nichts zu tun hatten, gerade aus agra kamen und fuer den naechsten tag geplant hatten, nach sawai madhopur zu fahren. ausserdem wusste kein mensch, wie langer cindy in diesem krankenhaus bleiben musste und ob sie nicht sowieso zurueck nach kanada faehrt. also versuchten wir ihr schonend beizubringen, dass wir nicht mitkommen koennten nach agra, auch unser ganzes gepaeck war im hotelzimmer. da sagte sie die furchtbaren worte "please, maybe iI'm gonna die and I don't want to die alone"... ja, was soll man da sagen?? also fuhren wir ins hotel, um in windeseile alle unsere sachen zusammenzupacken. cindy bereitete uns auf dem weg dahin darauf vor, dass wir sie vielleicht wiederbeleben muessten, erklaerte uns herzmassage und beatmung. tollerweise gab es naemlich auch keinen arzt, der uns haette begleiten koennen auf dem einstuendigen weg nach agra. wir waren voellig ueberfordert. hatten nur noch angst und hofften, einfach aus einem boesen traum aufzuwachen.
als wir dann voellig gestresst mit unseren rucksaecken die treppe runterhetzten, sass cindy auf einem bett in einem der hotelzimmer, weinend und sagte, dass alles wieder in Ordnung sei. Ihr Herz hatte aufgehoert zu rasen und sie musste in kein krankenhaus. Mein Gott! was haben wir fuer aengste durchlitten und uns die schlimmsten situationen ausgemalt. und jetzt war auf einmal wieder alles in ordnung. einfach unglaublich...

am naechsten tag war komischer weise schon wieder alles so wie immer. wir verbrachten mal wieder 5 stunden, statt den angekuendigten 3, im zug und fuhren nach sawai madhopur. da der zug auch noch erst eine stunde spaeter ueberhaupt erst losgefahren ist, kamen wir in der nacht dort an und hatten weder die zeit, noch die kraft, lange nach einem hotel zu suchen. wir hatten uns vorher in unserem reisefuehrer eins ausgesucht und liessen uns auf gut glueck von unserem rikscha-fahrer dort hinbringen. es war das reinste drecksloch und trotzdem blieben wir eine nacht. zum glueck hatten wir uns gerdae einen tag vorher Bettlaken gekauft und haben ja unsere super reisekissen, so dass wir nicht in allzu nahen kontakt mit dem bett kommen mussten.
am naechsten morgen verschwanden wir so schnell es gingen und liessen uns von unserem fahrer vom abend vorher ein hotel seiner wahl zeigen, er meinte, es waere auf dem weg zum nationalpark, sehr sauber und auch nicht viel teurer.


ES WAR EIN TRAUM!! Die reinste Idylle, ein schoener garten mit vielen bunten blumen, ein kleines haeuschen mit ein paar zimmern, alle wunderbar sauber, schoen eingerichtet und mit einer terasse. und das alles ausserhalb der stadt, also einfach nur ruhe. wir verbrachten wirklich den ganzen tag damit, nur loecher in die luft zu gucken, die angenehme ruhe zu geniessen und unserer lunge frische luft zukommen zu lassen. einfach herrlich.
faul wie wir waren haben wir dann auch (obwohl viel zu teuer) die safari-tour durch den nationalpark von unserem hotel aus gebucht und so holte uns am naechsten nachmittag ein canter mit 20 sitzplaetzen ab. wir waren auch wirklich die versprochenen 3 stunden in em park und haben viele tiere gesehen, nur leider keinen einzigen tiger. es waren sogar eigentlich eher langweilige tiere, wie voegel und rehe, rehe und nochmal rehe. einigermassen enttaeuscht fuhren wir also in dem canter zurueck zum hotel und weil philipp und ich (im gegensatz zu cindy) nicht schon wieder einen haufen geld fuer das essen im hotel ausgeben wollten, entschieden wir, noch einen trip in die stadt zu machen. da schloss sich doch gleich noch ein netter, junger amerikaner an, mit dem wir dann lecker vegetarisch essen waren.
die restliche zeit in sawai madhopur verlief ziemlich faul und ereignislos.
am naechsten morgen fuhren wir dann aber auch schon weiter mit dem zug nach jaipur. mit den schlimmsten vorahnungen kamen wir diesmal einigermassen puenktlich an. alle leute hatten uns bisher nur negatives von jaipur erzaehlt, es sollte sehr stressig und laut und anstrengend sein (ach nee...sowas gibts hier?)
der naechste rikscha-fahrer liess nicht lange auf sich warten. wir hatten aber wieder einmal glueck und gerieten an einen sehr netten, der uns von einem hotel zum naechsten fuhr. unsere wahl war leider ausgebucht und so liessen wir uns zu verschiedenen seiner wahl bringen. alle sehr teuer und nicht gerade sauber. irgendwann hat uns dann aber doch eins einigermassen ueberzeugt und so liessen wir unsere rucksaecke dort und gingen mit ihm etwas essen. mal wieder war er aber eigentlich doch nur auf unser geld aus und wollte uns zu anderen touren ueberreden.
wir besorgten noch unser busticket fuer samstagmorgen, mit dem wir nach pushkar fahren konnten und fielen ins bett.
unser hotel erschien uns am naechsten morgen dann noch nicht mehr so prickelnd und so entschieden wir uns fuer einen erneuten wechsel. cindy hat zufaelligerweise hier freunde wiedergetroffen, die direkt gegenueber wohnten und da zogen wir dann auch gleich hin. was ein luxus! mit seife und frischen handtuechern und bettlaken, alles sauber und mit schoener dachterasse zum fruehstuecken.


frisch gestaerkt und sauber geduscht machten wir uns dann heute mal zu zweit auf, die stadt zu erkunden. wir liefen unglaublich viel (immer verfolgt von nervenden rikscha-fahrern, bettlern und kreischenden kindern). die rosarote altstadt war schwerer zu finden, als wir dachten, aber schliesslich fanden wir sie dann doch. wir haben einfach unendlich viel gesehen heute. wir haben gesehen, wie edelsteine geschliffen und poliert werden, haben dann natuerlich auch gleich ein bisschen schmuck gekauft :) dann hat uns ein rikscha-fahrer zu einem tempel im wasser gebracht, der wirklich toll anzusehen war. wir sahen elefanten und kamele und eine indische tankstelle von indien (die pure hygiene, man glaubt es kaum). dann wurden wir auch noch zu einem textiliengrosshandel im familienbestiz gebracht, wo uns gezeig tund erklaert wurde, wie tuecher per hand bedruckt und bestickt werden. was fuer eine schweinearbeit in so einem betttuch alleine steckt...
damit unser fahrer auch noch eine komission kriegt, fuhr er uns in das indische KaDeWe, wo man sogar fuer europaeische verhaeltnisse viel geld lassen kann.
heute werden wir nur noch schick essen gehen (wir haben uns das sowas von verdient) und dann mal wieder ins bett plumpsen, da unser bus morgen schon wieder um 9.30 jaipur verlaesst und wir uns auf den weg nach pushkar machen, um dort unseren alten freund rav wiederzutreffen.

auf bald kameraden,
Isa und Phil

Hitze, Staub und Taj Mahal

Samstag, 11. Oktober 2008
Hallo ihr Lieben,

sind gerade von unserem Mittagsschlaf aufgewacht, denn heute morgen sind wir um 6 Uhr ins Taj Mahal gegangen. Es ist bombastisch. so ein unglaublich grosse, aufwaendig gebaute Grabkammer und das fuer die 14. Frau eines Herrschers, die bei der Geburt des 16. Kindes gestorben ist. Was fuer eine Kultur... es ist zwqar eigentlich ein bisschen laecherlich, dass wir in all der Armut hier allen Ernstes 15 euro eintritt zahlen muessen (Inder zahlen ein paar Cent), aber das fruehe Aufstehen und das Geld waren es absolut wert. Das Taj steht auf einem riesigen Gelaende mit einem wunderbaren Garten und 2 Moscheen, parallel links und rechts angeordnet.


Aber das Taj Mahal ist natuerlich nicht das Einzige, was wir hier die letzten Tage erlebt haben:
ein absolutes Abenteuer war die Zugfahrt von Delhi nach Agra. der Bahnhof war natuerlich wieder voellig ueberfuellt, ueberall Menschmassen und wir waren eigentlich ganz gluecklich, als wir unsere Plaetze gefunden hatten, sie sahen gar nicht so schlecht aus... Allerdings wurde es doch etwas eng und unbequem, als sich Leute gegenueber hinsetzten und der Zug auch noch statt den angekuendigten 3 Stunden fast 5 brauchte. Die Landschaft, durch die wir fuhren, war wirklich schoen und wir haben viele Fotos gemacht, allerdings tut einem irgendwann so der Hintern und Ruecken weh, dass man fuer nichts mehr einen Nerv hat. Philipp ging es an diesem Tag auch noch nicht allzu gut und so war es gut, als die 5 Stunden endlich vorbei waren. Voellig ausgehungert erfuhren wir dann noch, dass unser Hotel, in das wir wollten, nur 1 Zimmer frei hatte und wir waren zu viert (mit Cindy und Berry), also liessen wir uns trotz einiger Skepsis auf den Vorschlag des Rikschafahrers ein und fuhren zu einem Hotel seines Freundes. Wie sich herausstellte, war das Hotel wie fuer uns gemacht: saubere, grosse Zimmer mit eigenem Bad fuer wenig Geld und vom Dach kann man das Taj bewundern. Ideal!
Agra iust eine tolle Stadt: viel ruhiger als Delhi, weniger Menschen auf den Strassen, nicht so ein unglaublicher Laerm und Schmutz. Man spuert sogar die Sonne auf der Haut, was in Delhi leider nicht der Fall war.


Die letzten Tage haben wir also damit verbracht, Agra zu erkunden. Wir sahen das Agra Fort, eine Moschee, den Markt und einfach viele kleine Gassen mit Staenden und interessanten Leuten. Zufaelligerweise war gestern sogar ein Festival, sodass die Inder eine grosse Party auf der Strasse veranstaltet haben mit buter Kleidung, Musik und Tanz.

Morgen fahren wir mit dem Bus nach Mathura (den Geburtsort von Krishna) und besichtigen einen Tag Tempel, um dann am naechsten Tag den Zug nach Sawai Madhopur zu nehmen. Dienstag werden wir dann im Nationalpark endlich mal unsere ersehnten Tiger sehen und vielleicht ein Bisschen Abstand kriegen von dem ganzen Trubel in der Stadt.
Wir hoffen, dass unsere Baueche bis dahin wieder klar kommen, aber das wird schon wieder.

Viele liebe Gruesse nach Berlin und wo ihr sonst noch so steckt,
Phil und Isa

feedback aus delhi

Dienstag, 7. Oktober 2008





hey ihr da draussen,

nach einer nervenaufreibenden reise von berlin nach delhi ueber london sind wir heil angekommen und versuchen seit 4 tagen, uns langsam an das indische leben zu gewoehnen. die ankunft in delhi war ein schock: es ist heiss, laut, dreckig, es stinkt und auf der strasse wird man am laufenden band angequatscht. unser hotel ist auch nicht gerade das hygienischste, aber mit der freundlichen unterstuetzung von rav (ein inder, der in london lebt) haben uns schnell eingelebt. innerhalb der vier tage waren wir viel mit unserem neuen freund unterwegs und haben delhi erkundet, per metro oder riksha. Wir waren in einem tempel, haben ein altes fort besichtigt und waren viele male shoppen. Jedes verlassen des hotels wird zu einem erlebnis, allerdings hat man nach 2-3 stunden in der hektik und 36 grad warmen hitze auch einfach genug und eine siesta ist angesagt. besonders die fahrten mit einer riksha sind ein wahres abenteuer, die leute fahren hier nicht nach regeln, jeder faehrt so schnell er kann (fahrraeder, motorraeder, motorrikshas, autos, lastwagen und ochsen) und mogelt sich in jede luecke rein, die sich so ergibt. nebenbei wird dabei soviel gehupt, wie man kann um aufmerksamkeit zu erwecken.

morgen fahren wir nach agra und besichtigen, wie wohl alle touristen in indien, das taj mahal. es hat sich eine 29-jaehrige kanadierin angeschlossen, die uns auf unbestimmte zeit begleitet und ein ire, der wahrscheinlich aber nur mitkommt nach agra. nach dieser station haben wir geplant, in einen nationalpark zu gehen und uns tiger anzugucken. danach fahren wir vermutlich nach jaipur und treffen daraufhin unsern freund in pushkar wieder. man darf gespannt sein, wie das alles so wird...

ihr hoert von uns, erfriert nicht :)
Isabel und Philipp






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Good Bye Berlin!!

Donnerstag, 2. Oktober 2008
So nun das letzte Lebenszeichen von uns aus Berlin,

morgen um 16 uhr fliegen wir von Schönefeld los! Wer Lust und Laune hat kann uns gern verabschieden =) Sind um 14:30 spätestens am Flughafen.

Für alle, die uns während der Reise kontaktieren wollen:

  • Email ( isahe@web.de oder Philipp.Tscherner@gmx.de)
  • Blog (einfach Kommentare hinterlassen)
  • Handy (+491744976327)
  • Skype ( philtscherner oder pupsmus)

Bye Bye Berlin, Freunde und Familie!
Wir hoffen ihr vergesst uns nicht!

P.S. Postkartenwünsche an die Email senden + Adresse =)

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